als nomadin geboren
blieben rastlosigkeit und sehnsucht
nach der illusion freiheit
ohne zu wissen was das sei
jedes beginnen auch ein beginnen des abschieds
jedes einrichten in einem lebensabschnitt einem zimmer
inszenierung
nur momentanes verweilen
als ruhepol einige menschen
zu ihnen ein stets-aufs-neue-zurückkehren
manchmal zu den falschen
bleibend auch einige tätigkeiten
ein winziger hauch von daheimfühlen
niemals heimat
letztere überall und nirgendwo
dazwischen einige texte anderer
die bedeutung haben
über jahre

ein nomadinnenleben
nicht immer als solches erkennbar für fremde
nicht immer als weglaufen begriffen von freunden
dazwischen vor allem vergänglichkeit
verweilend bloß der kritische blick
verbunden mit einem zweiten blick
hinter das offensichtliche
zwischen die zeilen
in die pause zwischen zwei worte oder bilder
dorthin zieht es die nomadin am stärksten.