Die Aufregung über frauenfeindliche und realitätsferne Sager verpufft stets ohne inhaltliche Konsequenzen.
Hitze ist für das Denken nicht förderlich. Das scheint auch für Politiker zu gelten. Gewisse Sager der letzten Tage, die für Empörung aber kaum für nachhaltige inhaltliche Diskussionen gesorgt haben, zeigen bloß die ästhetischen Auswirkungen eines Problems, das tiefer liegt: Viele Politiker und Politikerinnen haben das Gespür für die Wirklichkeit der Bevölkerung verloren, sofern sie je eines hatten.
Die Fülle an gesagten und/oder umgesetzten Dummheiten ist groß, auch in Österreich. Herbert Kickls Hinweis bei anhaltend 35 bis 40° Celsius, dass es keinen Klimawandel gebe und die „Klimahysterie“ nur vom „Impfdesaster“ ablenken solle, hätte das Potenzial für Aufregung gehabt. Doch zwei ÖVP-Politiker sorgten fast zeitgleich freiwillig für weit mehr Empörung. Allen drei Männern fehlt die geringste Einsicht, wie es der Bevölkerung geht, die sie im Parlament bzw. in einer Regierungsposition vertreten dürfen.
Der gesamte Artikel ist auf Dolomitenstadt zu finden und ist Teil meiner Blogreihe Politik im Blick, die ab sofort wieder aufgenommen wird.